Aussaat von Mais mit Strip-Till

Das Prinzip der Aussaattechnologie Strip-Till-Bodenbearbeitung besteht in der Aussaat von breitreihigen Pflanzen (z.B. Mais) durch präzise Sämaschinen in streifenförmige bearbeitete Böden.

Bei ZEMA Markvartice bei Jičín wurde erfolgreich die Strip-Till-Bodenbearbeitung und die Präzisionsaussaat von Mais nach energetischem Roggen dank der Technik von Farmet durchgeführt. Es wurde ein mittelschwerer Boden in einer Höhe von 400 m ü.d.M. mit einer überdurchschnittlichen Niederschlagsmenge ausgesucht.

Die vorangegangene Feldfrucht war energetischer Roggen mit einem hohen Ertrag und einem sehr stark verbundenen und kompakten Wurzelsystem. In Markvartice wurde auch die Möglichkeit der Applikation von Düngemittel angewandt und das gleich in insgesamt drei Ebenen.

Der erste Arbeitsgang war die Bodenbearbeitung in Streifen mit der Technologie Strip-Till durch einen Streifenlockerer Farmet STRIP-TILL 6 mit einer Arbeitsbreite von 6 m / 8 Arbeitsorganen mit einem Abstand von 75 cm. Bei der Bearbeitung im Frühjahr, insbesondere von verbundenen Beständen werden schmalere aggressivere Meißel verwendet, welche das Stoppelfeld in Streifen mit einer Breite von ca. 17 cm bearbeiten. Die Bearbeitungstiefe wurde mit 20 cm gewählt. Vom Frontbehälter wurde Düngemittel Amofos + Harnstoff mit einer Dosierung von 150 kg/ha in zwei Ebenen eingebracht: 12 cm und 18 cm. Das geforderte Zugmittel für Strip-Till beträgt 30 P / Schar.

Strip-Till sowie die Aussaat wird unter Verwendung von Navigationssystemen (RTK) und dem Autopilot der Traktoren durchgeführt, damit die Ablage des Saatguts in der Mitte des bearbeiteten Streifens in gleichen Linien abgesichert wird. Die Technologie ist als Maßnahme gegen Erosion sehr wirksam. Die Absorption des Bodens bei Starkregen ist sehr hoch. Der feuchte Boden nach dem Strip-Till ist an der Oberfläche bis zum nächsten Tag ausgereift und hatte eine ideale Oberflächenfeuchtigkeit für eine hochwertige Aussaat.

Umgekehrt sichern die gelockerten Streifen auch im trockeneren Zeitraum die Bodenfeuchtigkeit, die insbesondere beim Aufgehen wichtig ist. Pflanzenreste lassen sich vor dem Aufgehen chemisch behandeln.

Der nachfolgende Arbeitsgang war die Aussaat von Mais mit der Präzisionssämaschine Farmet IMPACT 8 PS in einer Tiefe von 6 cm mit einer Aussaatleistung von 95 Tsd. Einzelpflanzen. Ein Vorteil der Impact ist die Einstellung eines hohen hydraulischen Andrucks der Säschare direkt aus der Kabine bis in eine Höhe von 300 kg/Schar. Der hohe Andruck sichert eine gleichmäßige Ablage der Samen in der Tiefe sowie auch die präzise definierte Entfernung ab. Weiterhin eine hohe Stabilität der Maschine und die wichtige Abdeckung der Reihen für die Aktivierung des Aufsteigens der Bodenfeuchtigkeit für ein gleichmäßiges Aufgehen.

Die Genauigkeit der Aussaat überwacht die Elektronik ME ISOBUS PLANTER- Controller. Die Sensoren der Aussaatgenauigkeit zeigen online ein eventuelles Auftreten von Fehlplätzen sowie Doppelbelegungen an. Das Bedienungspersonal kann so die maximal Aussaatgeschwindigkeit nach den aktuellen Bedingungen des entsprechenden Felds nutzen. Auch bei der Aussaat wurde Düngemittel Amofos + Harnstoff in einer Dosierung von 150 kg/ha unter dem Saatgut abgelegt. Das empfohlene Zugmittel beträgt ab 140 PS.

Die Technologie de streifenförmigen Bodenbearbeitung mit nachfolgender Aussaat von breitreihigen Feldfrüchten löst die aktuellen Probleme des Mangels an Bodenfeuchtigkeit aber auch die Absorption von Starkregen. Deshalb ist diese Technologie eine bedeutende Technologie gegen Bodenerosion und die Lösung für den Anbau von Mais auf geneigten Grundstücken. 

Ing. Martin Kořízek

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